Ob man Kinder loben sollte oder nicht, ist ein Thema, welches oft diskutiert wird.
Loben ist eine wirksame, einfache Methode, um Kinder oder Schüler zu unterstützen, ihr Selbstwertgefühl zu stärken, ihr Verhalten zu ändern oder auch zum Lernen zu Motivieren.
Ein Lob soll authentisch und vertretbar sein, es muss sich immer auf ein bestimmtes Verhalten beziehen. Wenn wir ein Lob aussprechen, beschreiben wir ein positives Verhalten und bringen unsere Gefühle zum Ausdruck.

Was erfahren Sie in diesem Beitrag?
Sollte man Kinder viel loben oder nicht?
Sollte man Kinder viel loben oder nicht?
Lobt man Kinder zu viel, kann das ihr Selbstwertgefühl schwächen. Lob macht abhängig und vermittelt oft die falsche Botschaft. Man sollte nicht jede Kleinigkeit mit „super“ bewerten. Besser ist es, einzelne Dinge oder Begebenheiten hervorzuheben. Es ist wichtig, Kinder in ihren Anstrengungen und Bemühungen zu bestärken. So vermittelt man die Botschaft, dass Kinder durch Ihren Einsatz und Leistungen zum Resultat kommen und nicht nur durch ihre Fähigkeiten oder ihr Talent. Um unabhängig zu werden, sollten Kinder lernen, sich nicht nur auf die Wertung anderer zu verlassen.
Aber natürlich ist Lob in Maßen auch positiv. In der Schule arbeiten Kinder zum Beispiel besser mit und werden aktiver, wenn sie öfters gelobt werden. Es macht sie produktiv und motiviert zum Lernen.
Wie kann ich ein Kind loben?
Selbstwertgefühl und Unabhängigkeit bei Kindern fördern
Wenn die motorischen Fähigkeiten es zulassen, sollte man den Kindern erlauben, viele Dinge allein zu tun. Wenn das Kind beispielsweise einen Löffel halten kann, sollte man es animieren, allein zu essen. Oder erste Versuche beim „alleine Anziehen“ unterstützen, auch wenn es etwas länger dauert.
Prozess loben
Der Prozess, der zum Ergebnis führt, ist wichtig. Also die Anstrengungen und Mühe, die das Kind unternommen hat, um ein bestimmtes Resultat zu erreichen. Z.B. ist es einfach zu sagen, du hast eine 2 bekommen. Ein gutes Lob wäre, ich weiß, du hast dich angestrengt und dein Lernen und deine Mühe haben sich gelohnt.
Konkrete Dinge ansprechen
Wenn ein Kind sich um eine bestimmte Sache bemüht, sagt man oft „gut gemacht“. Das ist zu allgemein und das Kind weiß nicht, was habe ich jetzt direkt gut gemacht. Hat ein Kind Schwierigkeiten und es bekommt Hilfe von einem anderen Kind, kann man dieses loben, indem man z. B. sagt: „Eine sehr nette Geste von dir, dass du geholfen hast, den Tisch zu decken“. Das fördert wiederum das Selbstwertgefühl des Kindes.


Ein Lob sollte authentisch und vertretbar sein und sich auf ein bestimmtes Verhalten beziehen. Es sollte direkt nach einem konkreten Verhalten ausgesprochen werden. Unsere Therapeutische Handpuppe Lena, Smiley Sticker oder unser Weicher Smiley-Ball können als Hilfsmittel sinnvoll eingesetzt werden. Der Emotionsteppich – Regenbogen zeigt eine dunkle Wolke, einen wunderschönen Regenbogen und eine Sonne. Als Lob für eine gute Sache kann sich das Kind auf die Sonne stellen. Es wird sich stolz und zufrieden fühlen.
Welche Hilfsmittel können „Vermittler“ beim Loben sein?
Viele Puppen begeistern durch ihren liebenswerten und fröhlichen Gesichtsausdruck. Mit ihnen kann man ein positives Feedback geben und strahlende Kinderaugen zaubern. Schnell finden Kinder Zugang zu den Puppen. Diese können als Vermittler zwischen Erzieher und Kindern fungieren und auch mal ein Lob aussprechen.
Smileys und Sternchen können in Maßen als Belohnung oder Lob eingesetzt werden. In Maßen deshalb, weil es nicht zur Selbstverständlichkeit werden sollte, wegen jeder Kleinigkeit zu loben. Kinder verlieren dadurch ihre Eigenmotivation und werden abhängig von Belohnung oder Lob. Auch Teppiche mit positiven Motiven können eine Unterstützung sein. Wenn sich ein Kind für ein Lob auf eine Sonne, eine Blume oder ein lächelndes Gesicht stellen kann, fühlt es sich gut und motiviert.


Wenn wir ein Lob aussprechen, beschreiben wir ein positives Verhalten und bringen unsere Gefühle zum Ausdruck. Kinder sollten für ihre Anstrengungen und Bemühungen gelobt werden und nicht für Talente oder Selbstverständlichkeiten. Trotzdem sollte ein Lob sparsam eingesetzt werden, ansonsten gewöhnen sich die Kinder daran und fühlen sich unmotiviert, wenn sie nicht ständig gelobt werden.
