In einer Welt, die sich immer rasanter digitalisiert, ist ein umfangreiches Verständnis von Technik und Informatik mittlerweile selbst im Alltag enorm wichtig, ganz zu schweigen vom Berufsleben. Daher sollte digitale Bildung bereits im Vor- oder Grundschulalter eine Rolle spielen. Kindern Medienkompetenzen und komplexe IT-Themen näherzubringen ist allerdings mit einigen Herausforderungen verbunden. Je früher sie jedoch damit in Kontakt kommen, umso leichter entwickeln sie Zukunftskompetenzen wie logisches und algorithmisches Denken, Fehleranalyse und -korrektur sowie Kenntnisse im Programmieren und der allgemeinen Nutzung von digitalen Endgeräten.
Dabei ist es wichtig, die komplizierten und abstrakten Wissensinhalte altersgerecht, anschaulich und interessant zu vermitteln, damit die Kinder auch motiviert sind, sich mit IT, Codes und analytischen Aufgaben zu beschäftigen. Am besten geschieht dies, wenn statt klassischem Frontalunterricht abwechslungsreiche Lehrmittel zum Einsatz kommen und Projekte Spaß machen und die Kreativität der Schüler ansprechen. Dies lässt sich zum Beispiel mit programmierbaren Lernrobotern, Modellbausteinen oder Logikspielen erreichen, die die Schülerschaft aktiv in den Unterricht einbeziehen und selbstständiges Lernen anregen.
Unterrichtsgestaltung im Wandel
Nicht nur bei Projekten im Rahmen der Code Week, sondern für technischen und naturwissenschaftlichen Unterricht generell gilt: Der Schulalltag entwickelt sich weg vom klassischen Vortrag der Lehrkraft, die fertiges Wissen vermittelt. Dieses Schema gibt meist nur Fakten zum Auswendiglernen wieder, ruft bei Schülern ansonsten jedoch Langeweile hervor und hilft ihnen ebenfalls nicht, sich über den Lehrstoff hinaus weiterzuentwickeln.
Mitmachunterricht hingegen, der Themen anschaulich darstellt und Kinder und Jugendliche direkt in Fragestellung und Lösungsfindung einbindet, ist deutlich spannender und motiviert, sich mit den Inhalten umfassend auseinanderzusetzen. Statt trockener Fakten erleben die Schüler das Wissen in der Praxis – Abstraktes wird verständlich und der tatsächliche Nutzen des Lernens ist sofort erkennbar. Besonders wichtig ist hierbei das „Trial and Error“-Prinzip: Biegt ein Lernroboter einmal falsch ab oder bricht ein Modell aus Lernbausteinen zusammen, müssen die Schüler ihre Fehler analysieren und selbstständig korrigieren. Dies schult außerdem die Kreativität, fördert die emotionale Entwicklung (Geduld und Ehrgeiz) und verbessert bei Gruppenprojekten auch soziale Kompetenzen.
Lehrmittel für modernen Informatikunterricht in der Code Week
Um Kindern und Jugendlichen die Welt der Codes, Computer und Roboter näherzubringen oder bereits erworbenes Wissen zu vertiefen, bieten sich unterschiedliche Lernhelfer an, die den Unterricht auflockern und abwechslungsreicher gestalten. Zur Einführung neuer Elemente eignet sich die Code Week ideal, insbesondere, wenn Ihre Schule oder Kita im Rahmen der Initiative ohnehin Projekttage durchführt. Doch auch ohne besonderen Anlass profitiert die Schülerschaft immens von durchdachten pädagogischen Hilfsmitteln, die Wissen auf ansprechende Art vermitteln und zum eigenständigen Arbeiten anregen.
Wichtig ist dabei, den Unterricht altersgerecht zu gestalten und auf den Kenntnisstand der Kinder oder Jugendlichen abzustimmen – und dann die entsprechenden Lernspiele, Roboter und andere Produkte auszuwählen. Im frühkindlichen Bereich ist Code zum Beispiel Bewegung, Licht, Farbe oder Klang. Tanzende Roboter oder Musikspiele, die sich über Tasten „programmieren“ lassen, sind hier eine gute Wahl. Ältere Schüler, die sich hingegen mit komplexeren Fragestellungen beschäftigen möchten, arbeiten besser in anspruchsvolleren IT-Umgebungen und bedienen zweckmäßige Maschinen bzw. Modelle über richtigen Codes auf Tablets oder PCs.
Im Folgenden stellen wir Ihnen einige beliebte Lernhelfer vor, die Kinder unterschiedlicher Altersstufen für MINKT-Unterricht im Allgemeinen und Programmieren im Besonderen begeistern.
Bee-Bot, Blue-Bot und Loti-Bot – Codieren in Farbe und Bewegung
Lernroboter sind für einen ansprechenden Informatikunterricht immer eine gute Wahl, denn sie veranschaulichen IT-Prozesse am „lebenden Objekt“. Durch die Bewegung der Bots, Licht- und Soundeffekte oder speziellere Funktionen können Schüler deutlich nachvollziehen, wie Befehl und Reaktion zusammenhängen.
Für den Einstieg in die Robotik im Vor- und Grundschulalter bietet sich der Bee-Bot an, der sich mit verschiedenen Tasten auf seinem Rücken programmieren lässt. So lernen Kinder die Grundlagen des Programmierens und verstehen, wie die Planung von Abläufen in der IT vonstattengeht. Blue-Bot geht dann einen Schritt weiter: Hier können Schüler mit einer App komplexer codieren und erhalten so einen tieferen Einblick in die Arbeit eines Programmierers.
Noch fortschrittlicher ist Loti-Bot. Dieser verfügt nicht mehr über Funktionstasten auf seinem Rücken, bietet über ein per Bluetooth verbundenes Tablet aber neben einem einfachen Steuer- und Programmiermodus für jüngere Kinder auch eine modulbasierte Programmierumgebung für deutlich differenziertere Lernszenarien. Außerdem eröffnen spannende Funktionen wie LEDs, vorinstallierte Soundeffekte, Stoß- und Näherungssensoren, Stifthalter und mehr weitere Möglichkeiten.

Photon EDU – MINKT-Unterricht auf einem ganz neuen Level
Der interaktive Roboter Photon EDU ist ein interdisziplinärer Lernhelfer für den Kindergarten bis hin zur Sekundarstufe. Dabei lernen Kinder zum einen das Programmieren – von einfachen Befehlen mittels Tastendruck bis hin zu echten Code-Sequenzen – zum anderen fördert die Arbeit mit Photon auch motorische Fähigkeiten, analytisches Denken, Planung und Problemlösung sowie soziale und emotionale Kompetenzen. Die Bedienung ist einfach und intuitiv, der Roboter ist nach dem Auspacken sofort einsatzbereit und bedarf keiner Konfiguration.
Je nach Alter der Kinder lässt sich Photon unterschiedlich nutzen. In der einfachsten Form (Photon Draw) zeichnen Kinder ab vier Jahren lediglich den Pfad des Roboters auf dem Bildschirm eines gekoppelten Endgeräts. Etwas anspruchsvoller wird das Programmieren mittels Symbolen (Photon Badge). Im Grundschulalter erfolgt die Bedienung über verschiedenfarbige Befehlsblöcke (Photon Blocks), die schon eher an Codes erinnern. Und ab etwa 10 Jahren setzen die Schüler Befehlsketten aus „echten“ Code-Zeilen zusammen (Photon Code).
Neben vorgefertigten Unterrichtsszenarien gibt es für Photon noch weiteres Zubehör und diverse Sets, die sich mit unterschiedlichen Themen befassen und Wissen abseits der Informatik vermitteln. So sind einige Pakete speziell auf die Früherziehung oder auf sozial-emotionales Lernen zugeschnitten, andere befassen sich mit Sprache, Naturwissenschaften, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und vielem mehr.

Mit LEGO® Education SPIKE™ Essential und Prime neue Welten erschaffen
Mit den Lernsets von LEGO® Education kreieren Kinder ihre ganz eigenen Lernhelfer und hauchen ihnen mittels Programmierung Leben ein. Insbesondere SPIKE™ Essential und SPIKE™ Prime bieten dabei dank verschiedener Motoren und Sensoren vielseitige Möglichkeiten. So bauen jüngere Schüler mit dem Essential-Set im Lernszenario „Little Big Helper“ einen Roboter, der Gegenstände transportiert, planen dessen Bewegungen und testen und optimieren ihre Codes schließlich. Ältere Kinder hingegen können mit dem fortschrittlicheren Prime-Set zum Beispiel ein selbstgebautes Modell zu Musik und Lichtwechseln tanzen lassen und verknüpfen so Technik mit Kreativität und Rhythmus. Bei der Gruppenarbeit lernen sie zudem Teamwork und Kommunikation.
Das vertraute LEGO-Prinzip vermittelt beim Arbeiten Vertrautheit und Sicherheit. Die Schüler wissen, wie die Klemmbausteine funktionieren und wie sich welche Elemente am besten nutzen lassen. Gleichzeitig sind fehlerhafte oder ineffiziente Konstruktionen kein Grund zum Verzweifeln, denn die Modelle können jederzeit auseinandergenommen und neu zusammengesetzt werden.

Mit Codiermatten und Legespielen Logik lernen
Programmieren und IT-Wissen müssen nicht immer mit modernster Technik vermittelt werden. Schon mit Codiermatten und -karten, Würfel- und Sortierspielen lernen Kinder die Grundprinzipien von Logik, Ordnung und Sequenzen. Ebenso üben sie sich im Planen, in der Fehleranalyse und im Optimieren von Lösungswegen.
Die Matten und Legespiele gibt es dabei auch für verschiedene Altersgruppen. Jüngere Kinder reagieren zum Beispiel bei einfacheren Varianten auf Farben und Formen und erweitern ihren Wortschatz, während ältere mithilfe von technischen Symbolen oder intuitiv verständlichen Befehlskarten bereits echte Programmierprinzipien entdecken.
Zudem leisten die didaktischen Materialien je nach Ausgestaltung noch mehr: Die Elemente können die Sinne anregen und die motorischen Fertigkeiten schulen, und bei Gruppenspielen lernen Ihre Schützlinge soziale Kompetenzen wie Geduld, Empathie und Kompromissbereitschaft.

Von Bewegung zum Verständnis: Was uns die Code Week lehrt
Programmieren ist nicht nur das Schreiben von Codes und das Laufen komplexer Software. Es ist Bewegung, Farben, Geräusche, sogar Emotionen. Und mit den richtigen didaktischen Materialien und Ansätzen können bereits Vorschulkinder die komplexen Ursache-Wirkung-Prinzipien und Abläufe digitaler Prozesse verstehen und somit wichtige Zukunftskompetenzen unserer modernen Welt erlernen.
Die Code Week ist eine tolle Gelegenheit, Kinder und Jugendliche in die Welt der Informatik einzuführen oder bestimmte Bereiche der MINT-Bildung zu vertiefen. Spannende Lernhelfer, insbesondere programmierbare Roboter oder Modelle mit speziellen Sensoren, unterstützen Sie dabei, einen abwechslungsreichen Unterricht zu gestalten, der zum Mitmachen anregt und die Klassenräume in Labore voller Action und Emotion verwandelt. Zusätzlich lassen sich beim Experimentieren noch viele weitere Fertigkeiten schulen, die über digitale, technische oder naturwissenschaftliche Kenntnisse hinausgehen.
insGraf bieten Ihnen ein breites Angebot an Lehrmitteln für die Code Week und darüber hinaus, die Ihre Schützlinge in Kita oder Schule begeistern werden. Besuchen Sie unseren Onlineshop und lassen Sie sich von den Produkten sowie begleitenden Materialien (teils zum kostenlosen Download) inspirieren. Bei Fragen ist unser Kundenservice gern für Sie da und berät Sie zu unseren Lehrmitteln und ihrem optimalen Einsatz.