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Erster Schultag: Tipps für einen gelungenen Schulstart

Jede Schule hat ihre eigenen Rituale zum ersten Schultag. Oft begrüßen die Schulleitung und die Lehrer die Erstklässler, einige Schulen halten einen Gottesdienst ab, wieder andere haben ein Chorsingen oder eine Aufführung vorbereitet. Der „große Rahmen“ für die Einschulung der jüngsten und den Schulstart der älteren Schüler ist also gesetzt. Doch es sind die Feinheiten in den einzelnen Klassen, die die Einstellung der Kinder zum Schuljahr wirklich prägen – und dies obliegt den jeweiligen Lehrern und ihrem pädagogischen Feingefühl.

Dabei ist ein positiver Einstieg in das Leben als Schüler bzw. eine angenehme Rückkehr aus den Ferien von großer Bedeutung. Ein gelungener Schulstart fördert die Lernmotivation, sorgt für Ordnung in der Klasse, stärkt den Zusammenhalt unter den Schülern und schafft die Grundlage für den reibungslosen Verlauf des Schulalltags.

Der insGraf-Blog hat einige Tipps und Ideen für Sie, die Ihnen dabei helfen, einen spannenden ersten Schultag zu planen. So behalten Sie den Überblick bei der Organisation, bieten den Schülern einige lustige Einstiegsspiele, und schaffen ein harmonisches und inspiriertes Klassenklima.

In diesem Artikel:

Vorbereitung vor dem ersten Schultag

Schon vor dem eigentlichen Schulanfang haben Lehrer viel zu tun, um den reibungslosen Ablauf des Schuljahrs zu organisieren. Hierzu gehört zuallererst, sich entsprechende Informationen über ihre Schülerinnen und Schüler einzuholen. Abholregeln, Notfallnummern und gegebenenfalls Sorgerechtsregelungen sollten klar sein. Außerdem ist es empfehlenswert, sich über die Händigkeit sowie eventuelle physische Einschränkungen (Sehschwächen, motorische Behinderungen) zu erkundigen, um diese Faktoren bei der Planung der Sitzordnung zu berücksichtigen.

Ebenfalls sinnvoll ist es, sich die wichtigsten Termine des übergeordneten Schulprogramms zu notieren. So bringen Begrüßungszeremonie, Schulrundgang oder Bücherausgabe Ihnen nicht Ihre eigene Planung für den ersten Schultag durcheinander.

Um die Schüler selbst zu begrüßen, ist ein hübsch dekorierter Klassenraum eine gute Idee. Schon ein paar Girlanden, Tischkränze oder ein schickes Tafelbild geben den Schülern – insbesondere Erstklässlern – ein warmes Willkommensgefühl. Auch kleine Geschenke oder eine Mini-Schultüte bieten sich an. Für Schulanfänger oder neue Klassen nach einem Schulwechsel (etwa von der Grundschule aufs Gymnasium) können Sie außerdem Namenskärtchen vorbereiten. Diese lassen sich später sogar für Kennenlernspiele nutzen.

Der erste Schultag für Schulanfänger: Kennenlernen und Wohlfühlen

Der Sprung von der Kita in die Grundschule geht mit großen Veränderungen einher. Vorbei ist die unbeschwerte Kindheit, der Ernst des Lebens beginnt. Okay, ganz so dramatisch ist es nicht, allerdings ist der Schulalltag deutlich strukturierter und herausfordernder als die Spiel- und Bastelstunden im Kindergarten. Daher ist es enorm wichtig, dass sich Erstklässler beim Einstieg in diesen Lebensabschnitt wohl und willkommen fühlen.

Ein hübsch dekorierter Klassenraum und ein kleines Willkommensgeschenk können hier schon wahre Wunder bewirken. Ebenso bietet sich die Einführung eines Klassenmaskottchens an. Mit einer niedlichen Handpuppe oder einem Stofftier, dass vielleicht auch mal die ein oder andere Schulstunde „übernimmt“, behält auch eine ernsthafte Unterrichtsstunde eine gewisse Verspieltheit, die den Übergang ins Schülersein erleichtert.

Lustige Klassenmaskottchen heitern den ersten Schultag auf

Besonders wichtig ist natürlich das Kennenlernen der Schüler untereinander. Ein neuer Lebensabschnitt bedeutet auch neue Bekanntschaften, was einige Kinder mitunter verunsichert. Mit einigen Kennenlernspielen können Sie das Eis schnell brechen und eine fröhliche, entspannte Atmosphäre schaffen, von der sowohl die Schüler als auch Sie selbst profitieren. Hier ein paar Beispiele:

  • Namens-Pinnwand: An der Tafel oder einer Pinnwand finden sich vorbereitete Namenskärtchen. Nun kommen die Kinder nacheinander vor, nehmen ihr Kärtchen (viele Erstklässler können in der Regel ihren Namen bereits lesen und schreiben) und stellen sich kurz vor.
  • Eckenspiel: Bereiten Sie verschiedene Bilder zu unterschiedlichen Themen vor (etwa Hund, Katze, Hamster, Vogel zu „Haustier“ oder Spaghetti, Bratwurst, Frikassee, Erbsensuppe zu „Essen“) und verteilen Sie sie in den Ecken des Raums. Fragen Sie schließlich „Was mögt ihr am liebsten?“; die Kinder laufen dann in die entsprechenden Ecken und kommen dort miteinander ins Gespräch.
  • „Wer hat/mag/kann?“: Bereiten Sie einen Fragenkatalog vor, etwa „Wer hat Geschwister?“, „Wer fährt gerne Fahrrad?“, „Wer kann ein Instrument spielen?“. Stellen Sie der Klasse diese Fragen, und die Kinder, auf die sie zutreffen, stehen kurz auf oder winken.

Ähnliche Spiele bieten sich auf für neue Klassen nach einem Schulwechsel an, dann natürlich an das Alter der Schüler angepasst.

Der erste Schultag für ältere Schüler: Entspannt zurück zum Alltag

Für „Schul-Rückkehrer“ sind die Ausgangsbedingungen anders: Die Kinder kennen sich schon und sind mit dem Schulalltag bereits vertraut. Neue Schüler sind in der Lage, sich der Klasse selbst vorzustellen, große Kennenlernspiele braucht es nicht mehr.

Allerdings sollten Sie nicht wieder direkt in den Schulstress einsteigen. Ein ruhiger und fröhlicher erster Schultag sorgt bei Ihren Schützlingen für eine positive Einstellung zur Schule und steigert so Lernmotivation und Mitarbeit, was die Lernerfolge langfristig verbessert. Nutzen Sie den Tag also für organisatorische Dinge und etwas kreativen Austausch, bevor Sie zum Unterricht zurückkehren. Bestimmen Sie zum Beispiel den Klassensprecher und verteilen Sie die Klassendienste für die erste Woche, also Tafelwischen, Blumengießen, Garderobendienst usw.

Nach den Ferien wollen viele Kinder sicher von ihren Erlebnissen berichten. Dies lässt sich hervorragend mit ein paar kreativen Spielen verknüpfen, die gleichzeitig verschiedene Fertigkeiten der Schüler fördern. Wie wäre es zum Beispiel mit:

  • Ferien-Portrait: Lassen Sie die Schüler ihre schönsten Ferienerlebnisse malen, vielleicht ja auch als Mosaik oder Comic. Die Bilder können Sie im Anschluss zur Dekoration des Klassenzimmers nutzen.
  • Geschichten-Würfel: Stecken Sie 6 verschiedene Themen-Bilder (Essen, Orte, Aktivitäten usw.) in einen Würfel mit Einstecktaschen. Nun darf jedes Kind einmal würfeln und dann zum jeweiligen Bild eine Feriengeschichte erzählen (Wandern im Wald, Rummelbesuch, die Eisdiele im Ferienort o.Ä.)
  • Ferienkoffer: Stellen Sie einen Koffer (echt oder aus Karton gebastelt) in die Mitte des Klassenraums und geben Sie jedem Kind ein paar Notizzettel. Nun berichten Ihre Schützlinge reihum, etwa „Ich war am Strand und nehme eine Muschel mit“, malen den Gegenstand auf den Zettel und legen ihn in den Koffer. Dann ist der nächste Schüler an der Reihe. Das Spiel lässt sich auch mit der klassischen Memory-Variante verbinden, in der die vorherigen Gegenstände aufgezählt werden müssen (z.B. „Ich war im Wald und lege einen Tannenzapfen in den Koffer, zur Muschel, dem Fußball, dem Eis am Stiel usw.“).

Weitere Aktivitäten zur Gestaltung des ersten Schultags

Neben Willkommens- und Kennenlernspielen gibt es noch weitere Aktivitäten für den ersten Schultag, die im Verlauf des Schuljahres enorm nützlich sind. Basteln Sie doch gemeinsam einen Wunschbriefkasten. Hier können die Schüler dann in den nächsten Wochen alle Fragen oder Anmerkungen einwerfen, die sie beschäftigen, von Problemen im Klassenverband bis hin zu Vorschlägen zur Unterrichtsgestaltung.

Oder aber Sie entwerfen mit Ihren Schützlingen einen Zeitmesser, der besonders bei Erstklässlern beliebt ist. Hierfür brauchen Sie nur ein durchsichtiges Gefäß oder eine Schnur sowie Perlen oder andere bunte Bastelmaterialien. Für jeden Tag oder für jede Unterrichtsstunde zu einem bestimmten Thema dürfen die Kinder dann einen der Gegenstände hineinlegen bzw. auffädeln. So lässt sich der Verlauf des Schuljahres und das Konzept von Zeit spielerisch veranschaulichen.

Checkliste: Diese Fehler am ersten Schultag vermeiden

Egal, wie sorgfältig Sie den ersten Schultag planen, irgendetwas kann immer schiefgehen. Oder aber Sie schießen über das Ziel hinaus, weil Sie versuchen, alles perfekt zu machen. Der erste Schultag nach den Ferien läuft selten so reibungslos, wie Sie es sich wünschen. Die meisten Stolpersteine lassen sich aber leicht umgehen.

  • Vorbereitungen früh beginnen: Sitzordnung, Stundenplan und Materiallisten brauchen Zeit – starten Sie zeitnah mit der Planung, damit Sie alles mit entsprechender Gründlichkeit angehen können.
  • Nicht zu viel Input: Starten Sie entspannt ins neue Schuljahr und überfordern Sie Ihre Schützlinge nicht mit zu vielen Aktivitäten oder anspruchsvollen Lerninhalten.
  • Klare Regeln und Erwartungen: Formulieren Sie Ihre Erwartungen zu Verhalten, Mitarbeit, Handys usw. unmissverständlich und beschränken Sie sich besser auf wenige klare Regeln als lange Verbotslisten.
  • Weder zu streng noch zu locker auftreten: Bleiben Sie stets freundlich, aber konsequent, und zeigen Sie insbesondere bei Schulanfängern etwas mehr Nachsicht.
  • Mehrere Puffer einplanen: Ob unerwartete Fragen, technische Probleme oder organisatorische Pannen, oft dauern Dinge länger als anfänglich geplant, was einen streng durchgetakteten Schulstart unmöglich macht.
  • Einen klaren Abschluss finden: Fassen Sie den ersten Schultag am Ende kurz zusammen, geben Sie einen Ausblick auf die kommenden Tage/Wochen und beantworten Sie eventuelle Fragen und Unklarheiten.
Klassenraum am ersten Schultag: Schüler bei der Orientierung

Mit insGraf gut vorbereitet ins neue Schuljahr!

Der erste Schultag ist für Schüler wie für Lehrer immer etwas Besonderes, aufregend und vielleicht auch etwas nervenaufreibend. Doch mit der richtigen Vorbereitung lässt sich der Schulanfang gleich viel entspannter angehen. Neben einer guten Planung spielt hier auch die Ausstattung eine wichtige Rolle, damit sowohl der Unterricht als auch die Pausengestaltung bestens funktioniert.

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