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Computerspiele und Internet – gut für die Entwicklung von Kindern?

Heutzutage gibt es kaum noch Berufe, die ohne Computer auskommen. Kinder sollten daher früh mit den neuen Medien vertraut gemacht werden.
Aus Sicht der meisten Kinder sind Computer, Spiele, Konsolen und das Internet auf ihren Handys ein großer Spaß, füllen ihre Freizeit aus und ermöglichen den Kontakt mit Gleichaltrigen.
Dennoch sollten sie nicht von klein auf mit PC und Handy als Zeitvertreib aufwachsen.
Als Eltern und Pädagogen fragen Sie sich vielleicht auch, ob bei aller Begeisterung mitunter nicht die negativen Auswirkungen vergessen werden. Woran man dabei denken sollte und wie man am besten damit umgeht, erfahren Sie im Folgenden:

Was erfahren Sie in diesem Beitrag?

Wie nehmen Eltern und Pädagogen Computer, Spiele & Co bei ihren Kindern wahr?

Welche Auswirkungen hat das Spielen am Computer auf Kinder? Vor- und Nachteile

Kinder und Lehrkraft mit Laptop am Tisch sitzend
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Wie nehmen Eltern und Pädagogen Computer, Spiele & Co bei ihren Kindern wahr?

Oft wird die grenzenlose Begeisterung der Kinder für die neuen, digitalen Medien vorbehaltlos hingenommen. Eltern und Pädagogen sind sich nicht bewusst, welche Auswirkungen exzessives Spielen auf die Entwicklung, die Somatik und die Psyche eines Kindes haben. Wie sollen es Kinder lernen, wenn die Erwachsenen selbst nicht damit umgehen können? Andere Eltern und Pädagogen verfügen über dieses Wissen, suchen aber nach Antworten auf Fragen, wie ihre Kinder den Computer, die Xbox, das Mobiltelefon usw. sinnvoll nutzen können.

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Welche Auswirkungen hat das Spielen am Computer auf Kinder?

Es hat negative und positive Auswirkungen auf das körperliche und psychische Wohlbefinden von Kindern.

Spielen Kinder ungehemmt und ohne Pause, hat das negative Auswirkungen auf:

  • Sehen – führt zu Überanstrengung der Augen, Lichtempfindlichkeit, so genanntem Computer-Vision-Syndrom (rote Augen, trockene Augen, Doppeltsehen, verschwommenes Sehen in der Nähe oder Ferne, Kopfschmerzen).
  • Skelett- und Muskelsystem – Überlastung des Handgelenks und der Daumen (Karpaltunnelsyndrom, Spielerdaumen), Kribbeln in den Gliedmaßen, Nacken- und Rückenschmerzen, Wirbelsäulenverkrümmung, Fehlhaltungen.
  • Auge-Hand-Koordination – verursacht Schwierigkeiten bei der Integration von visuellen Wahrnehmungsimpulsen und Bewegung, Gleichgewichts- und räumliche Orientierungsstörungen.
  • Zentrales Nervensystem – verursacht Veränderungen in der Funktionsweise des Gehirns, die auf eine übermäßige Erregung (Anstieg des Dopaminspiegels) zurückzuführen sind. Bei gesunden Menschen kann es zu einem Anfall der so genannten Lichtreiz-Epilepsie kommen (kurzzeitiges Starren des Kindes, Übelkeitsanfälle, ungewöhnliche visuelle Empfindungen).
  • Konzentrationsfähigkeit – beeinträchtigt die Fähigkeit, sich auf eine bestimmte Aufgabe zu konzentrieren.
  • Lernfähigkeit, Erinnerungs- und Abrufvermögen.
  • Schlaf – führt zu Einschlafproblemen, Albträumen und nächtlichem Aufwachen.
  • Angstzustände – erhöhtes Angstniveau, Angst vor sozialen Beziehungen.
  • Sozialverhalten – kann zum Rückzug aus dem sozialen Umfeld führen, zu Angst vor der Bewertung durch andere. Manchmal werden virtuelle Beziehungen wichtiger als reale, es gibt Schwierigkeiten bei der nonverbalen und verbalen Kommunikation, Probleme bei der Unterscheidung zwischen realer und virtueller Welt.
  • Selbstwertgefühl – nicht spielen zu können ist dann gleichbedeutend mit der Unfähigkeit, Anerkennung zu finden, was das Selbstwertgefühl senkt.
Kind mit Tablet und Codierspiel

Sogenannte „hybride“ Lernspiele verbinden die reale physische und die virtuelle digitale Welt. So haben die Kinder beim Spielen ausreichend Bildschirmpausen und echte soziale Interaktionen. Mit Scottie Go! beispielsweise helfen die Kinder dem kleinen Außerirdischen, sein auf der Erde gestrandetes Raumschiff wieder startklar zu bekommen…

Spielen in Maßen, d. h. Zeit vor dem Computer oder am Telefon zu verbringen und wissen, wie man Zeitgrenzen einhält, hat positive Auswirkungen:

  • verbessert die Augenbewegungen
  • verkürzt die Reaktionszeit auf visuelle Reize
  • verbessert die Hand-Augen-Koordination
  • entwickelt das Denken
  • erhöht die Fähigkeit, ein Ziel anzustreben, die Messlatte für sich selbst höher zu legen
  • macht Spaß, gibt Zufriedenheit und verbessert das Selbstwertgefühl

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Computer, Spiele, Konsolen und Internet vernünftig und in Maßen …

…. hat einen positiven Effekt auf die Psyche und die kognitiven Fähigkeiten. Es ist gut, wenn der Computer pädagogisch sinnvoll eingesetzt wird.

  • Kinder lernen gern mit Videos, z.B. Kinderlieder, Märchen, Fremdsprachen.
  • Sie können sich mit Lernprogrammen Wissen aneignen.
  • Sie werden kompetenter und kritischer gegenüber Medien, je früher sie lernen, mit Computer und Internet umzugehen.
Kinder mit Roboter und Tablet auf dem Boden kniend
Lernroboter Photon

Ein Kind, das Computer, Spiele und Internet vernünftig nutzt, kann allein spielen, Zeit mit Gleichaltrigen verbringen, seine Aufgaben erledigen, Hausaufgaben machen und Sport treiben.

(Autorin: A. Wrzesiak)

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